Netzwerken lohnt sich!

Das Netzwerken ein wichtiges Instrument beim Unternehmensaufbau ist, sollte inzwischen weitgehend bekannt sein. Doch wie funktioniert richtiges Netzwerken eigentlich? Und wie finde ich ein Netzwerk, das zu mir passt?
Der Grundsatz "erst geben und dann nehmen" ist hier eine gute Leitlinie. Wer sich klar macht, was er seinem Gegenüber bieten kann und wie er der Gemeinschaft eines Netzwerks nutzen kann, ist auf einem guten Weg. Können die eigenen Fähigkeiten aktiv eingebracht werden, fällt dies positiv auf und es wird vom Gegenüber im Gegenzug gerne ebenfalls Unterstützung angeboten.
Ein besonders wichtiger Punkt: Verkaufen ist selten das Ziel beim Netzwerken. Natürlich lässt sich auch ab und an das ein oder andere Produkt oder eine Dienstleistung über das Netzwerk verbreiten, der Schwerpunkt liegt jedoch woanders. Netzwerken ist Beziehungsaufbau. Es lassen sich hervorragend Geschäftsbeziehungen zu anderen Unternehmern knüpfen. Daraus können Kooperationen, gemeinsame Projekte und durchaus langjährige Verbindungen entstehen. Der Austausch mit Gleichgesinnten aus ganz unterschiedlichen Branchen, Regionen oder Unternehmensformen gibt wertvollen Input von außen. So kann das Hamsterrad des Alltags immer wieder aufgebrochen werden. Das macht Netzwerken zu einem unglaublich wertvollen Instrument im Unternehmenswachstum.

Doch Netzwerken verändert sich. Weniger wichtig wird es deshalb nicht. Pandemie, Digitalisierung, Schnelllebigkeit und eine steigende Nutzung Sozialer Netzwerke in den letzten Jahren fordern eine beständige Anpassung aller Beteiligten. Dazu gehören zum einen natürlich die Netzwerke an sich, zu denen auch die Spitzenfrauen im Norden zählen. Sie müssen neue Wege und Formate finden, um mit Ihren Mitgliedern in Kontakt zu bleiben. Auch das Netzwerken der Mitglieder untereinander hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Treffen in Präsenz wurden seltener, vieles läuft inzwischen digital und der Kontakt wird meist über Soziale Netzwerke gehalten. Das betrifft auch viele Unternehmen. Wo sich früher auf Messen und bei Stammtischen zum Austausch getroffen wurde, findet der Kontakt heute verstärkt über digitale Kanäle statt. Blogs, Newsletter und Postings in Sozialen Netzwerken erzeugen eine regelrechte Informationsflut und der Drang, alles möglichst schnell zu konsumieren, steigt dabei. Es wird geliked, kommentiert und vielleicht noch eine schnelle Nachricht verschickt. Ein richtiger Austausch und Dialog zu einzelnen Themen kommt in dieser schnelllebigen Zeit aber leider oft zu kurz.

Richtiges Netzwerken kostet Zeit und die ist bekanntlich immer knapp. Die Pandemie fordert zusätzlich ihren Tribut und die nächsten Krisen schließen sich an. Der Fokus verschiebt sich weiter, die Priorität wird verstärkt auf das eigene Unternehmen bzw. die eigene Person gelegt.
Gleichzeitig kann ein gutes Netzwerk grade in Krisenzeiten das wichtigste Rettungsnetz werden. Denn an wen sollte man sich bei Problemen wenden, wenn nicht an Gleichgesinnte, mit denen gemeinsam nach Lösungen gesucht und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Ein gutes Netzwerk stärkt jedem Einzelnen den Rücken und bietet ein gewisses Maß an Sicherheit besonders in schwierigen Zeiten. Dazu braucht es aber Initiative, Zeit und viel Durchhaltevermögen. Ein gutes Netzwerk lässt sich nicht über Nacht schaffen und muss regelmäßig gepflegt werden. Nur wer regelmäßig in sein Netzwerk investiert und präsent ist, profitiert in Krisenzeiten von den geschaffenen Beziehungen und kann anschließend in guten Zeiten wieder gemeinsam Erfolge feiern.

Deshalb gilt: rechtzeitig anfangen und dranbleiben. Es lohnt sich!

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Kommentare

Kommentar von Claudia Linker (Monnet) |

Danke für den guten Beitrag! Ich möchte ergänzen: Als introvertierter Mensch (glaubt mir immer keiner, aber auch Introvertierte sind gern in Kontakt) geht bei mir Qualität vor Quantität. Für uns Introvertierte sind die mentalen Hürden, uns in sozialen Medien zu zeigen, daher höher. Der Sinn z.B. vom Verteilen von Likes "einfach so" erschließt sich uns nicht so recht. Unsere Prio ist quasi von Natur aus eher, Nutzen zu bieten, als Likes zu bekommen. Also, liebe Introvertierte: Lasst uns gelegentlich über unseren Schatten springen. Memo an mich: Ich wäre damit mal wieder dran ...

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